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Fachartikel | Lüftungskonzepte
Richtig Lüften: Zentral vs. Dezentral im Altbau
Die neuen, hochdichten Energiesparfenster sind eingebaut, die Heizkosten sinken. Doch wenige Monate später bildet sich Schimmel in den Ecken. Der Grund: Der natürliche, unkontrollierte Luftaustausch durch alte Fensterfugen fehlt plötzlich.
Das Lüftungskonzept ist Pflicht
Der Gesetzgeber (DIN 1946-6) schreibt vor: Wer mehr als ein Drittel der Fensterflügel austauscht, muss ein lüftungstechnisches Konzept erstellen lassen. Es muss nachgewiesen werden, ob die Raumluft auch bei geschlossenen Fenstern ausreichend ausgetauscht wird, um Feuchteschäden zu vermeiden.
Lösungen für den Altbau
- Dezentrale Lüftungsanlagen: Diese werden direkt in die Außenwand einzelner Räume (z.B. Bad, Schlafzimmer) eingesetzt. Sie sind kostengünstig, leicht nachzurüsten und erfordern keine Rohrleitungen durch das ganze Haus. Ein integrierter Keramik-Wärmetauscher rettet bis zu 90% der Wärme!
- Zentrale Anlagen: Optimal bei Kernsanierungen. Ein zentrales Gerät im Keller oder auf dem Dachboden verteilt frische Luft über Rohre in alle Räume. Das ist aufwendiger, aber absolut flüsterleise.
- Fensterfalzlüfter: Kleine, passive Klappen in den neuen Fenstern. Sie sind die Minimal-Lösung, wenn keine aktive Lüftung eingebaut werden soll, bieten jedoch keine Wärmerückgewinnung.
Wir von N°Vario erstellen Ihr individuelles Lüftungskonzept und prüfen die Fördermöglichkeiten für die Anlagentechnik.