N°Vario Journal
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Denkmalschutz | Bad Harzburg
Erhaltenswerte Bausubstanz: Fachwerk dämmen ohne Bauschäden
Die Sanierung von historischen Fachwerkhäusern, wie sie das Stadtbild von Bad Harzburg, Goslar und vielen Teilen Niedersachsens prägen, ist eine bauphysikalische Gratwanderung. Die Standard-Lösung "Styropor auf die Fassade" (WDVS) ist hier nicht nur optisch ein Verbrechen, sondern bautechnisch fatal.
Das Problem: Feuchtigkeit und Taupunkt
Ein Fachwerkhaus "atmet". Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Eine diffusionsdichte Außendämmung sperrt diese Feuchtigkeit ein. Das Ständerwerk (Holz) beginnt zu faulen, Schimmel bildet sich unsichtbar hinter der Fassade. Die Zerstörung der Bausubstanz ist vorprogrammiert.
Die Lösung: Kapillaraktive Innendämmung
Die schonendste Art, ein Fachwerkhaus energetisch aufzuwerten, ist eine fachgerechte Innendämmung mit kapillaraktiven Materialien (z.B. Holzfaserdämmplatten, Calciumsilikat in Verbindung mit Lehmputz).
- Feuchtigkeitsmanagement: Diese Materialien können Kondenswasser aufnehmen und bei trockener Raumluft wieder abgeben.
- Keine Dampfsperre: Im Gegensatz zur klassischen Trockenbau-Dämmung mit Folien (Dampfsperren), die fehleranfällig sind, arbeitet dieses System absolut fehlertolerant.
- Wohnklima: Lehmputz reguliert die Luftfeuchtigkeit im Raum perfekt und sorgt für ein unvergleichliches Wohnklima.
GEG und Sonderregeln
Das GEG sieht für "erhaltenswerte Bausubstanz" deutliche Erleichterungen vor. Sie müssen die strengen U-Werte eines Neubaus nicht erreichen. Als Energieberater begleiten wir Ihr Sanierungsprojekt in Bad Harzburg und sorgen dafür, dass Sie Fördermittel erhalten, ohne Ihr historisches Haus zu gefährden.